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Kitazugang

Kitas sind die zentrale Institution einer auf Chancengleichheit für alle Kinder ausgerichteten Bildungspolitik. Während jedoch eine Schule, in der ein Kind arbeitsloser oder in Elternzeit befindlicher Eltern weniger Mathematikunterricht erhält, (weil dies ja von den Eltern übernommen werden kann), zurecht als eine absurde Vorstellung gelten würde, wird genau dies beim Kitazugang praktiziert.

Die Bedarfsfeststellung und Gutscheinvergabe für den Kitabesuch richtet sich in erster Linie nach der beruflichen Situation der Eltern und nicht nach den Bildungsansprüchen und -bedürfnissen der Kinder. Dabei benötigt vielleicht gerade ein Kind arbeitsloser Eltern eine besonders intensive Förderung.
Damit möglichst viele Kinder das Bildungsangebot Kita nutzen, muss das bürokratische Anmeldeverfahren von einer "Kultur der Einladung" abgelöst werden. Kitas und Jugendämter müssen für einen angemessenen Kitabesuch werben, Antrag und Bedarfsprüfung müssen erheblich vereinfacht werden.

Die seit Jahren zu beobachtende stetige Zunahme von Teilzeit- und Halbtagsplätzen führt zudem zu einer schleichenden Verschlechterung des Personalschlüssels in den Berliner Kitas, gerade in den Kernzeiten der Kitaarbeit. Eine gute Kitaqualität ist aber ohne eine kontinuierliche und verlässliche Beziehungen zwischen Erzieher/innen, Kindern und Eltern nicht zu haben.

Zum Weiterlesen

  • Im Sommer 2007 haben sich die Eltern der Ina.Kinder.Gärten in einem offenen Brief an Senator Zöllner gewandt und auf die Konsequenzen des Bedarfsprüfungsverfahrens aufmerksam gemacht. Wir dokumentieren hier den Brief und die Antwort [775 KB] der Senatsbildungsverwaltung.