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Konjunkturpaket III

Für bessere Kitas in Berlin

Beim Expertengespräch des Berliner Kitabündnisses zu Rahmenbedingungen haben die TeilnehmerInnen ein kleines Konjunkturpaket III geschnürt.

  • Grundrecht für Eltern auf einen Ganztagsplatz!
  • Gleiche Kostenblätter in Ost und West (auch Personalschlüssel)
  • Mehr Gehalt, um Personal zu binden
  • Leitung ist Strategie, nicht Operation: 1 Kita = 1 Leitungskraft!
  • Kontinuierliche fachliche Begleitung
  • Bezahlung der (unfreiwilligen) Sonntagsarbeit durch Finanzierung von 9 Stunden Vor- und Nachbereitung für jede vollbeschäftigte Erzieherin; Teilzeitbeschäftigte natürlich anteilmäßig
  • Herr Zöllner, was soll der Quatsch? Zwei kostenfreie Kitajahre! Investieren Sie lieber das Geld in mehr Personal – zur Sicherung der Qualität!
  • Der Betreuungsschlüssel kann nicht weiterhin monatlich berechnet werden. Es sollte wieder Stichtage geben. Eine Kita muss für einen langen Zeitraum mit einem zeitlich verlässlichen Personal arbeiten können. Davon hängen Dienstpläne und Konzepte ab.
  • Zu Zöllners Punkt „… das wird viel Geld kosten“ muss gesagt werden: Da wir die besseren Rahmenbedingungen – z.B. beim Leitungsschlüssel – schon hatten, wurde an uns mit der Kürzung „sehr viel Geld eingespart“. Geben oder Nehmen: Es ist genauso viel!!! (Also waren es nicht nur „geringfügige Kürzungen“.)
  • Die Durchschnittspersonalkostensätze entsprechen nicht dem Gehaltsdurchschnitt der real angestellten Erzieherinnen. Also haben wir bereits ein Personalkostendefizit bei den Einnahmen. Dadurch wird bei einigen (kleineren) Trägern nicht mal der schlechte Personalschlüssel eingehalten. Forderung: neben der Verbesserung des Schlüssels höhere Personalkostensätze!
  • Die Sprachlerntagebücher, Beobachtung und Dokumentation, Berliner Bildungsprogramm sind Vorgaben für uns – sie sind auch sinnvoll. Einiges kann ich in der Arbeitszeit umsetzen, aber viel zu wenig. Da ich aber mehr machen möchte, um ein halbwegs gutes Gewissen zu haben, arbeite ich nach Dienstschluss und am Wochenende: Dokumentation für Eltern, für das Sprachlerntagebuch; Vorbereitung der Elternabende und Entwicklungsgespräche; Fachliteratur … Dafür verzichte ich auf Kultur, Kommunikation mit Freunden usw. Irgendwann habe ich meine Grenze erreicht. Wie soll das weitergehen? Raumkonzepte umsetzen machen wir als Subotnikeinsätze am Wochenende!
  • Wann tausche ich mich mit anderen Kollegen über die Kinder aus?
  • Für das Sprachlerntagebuch eine Anleitung, persönliche Besprechungen? – Machen wir es eigentlich richtig?
  • Ich wünsche mir, mal wieder nur mit einem Kind oder mehreren zu spielen – ohne kleine Störungen von der Leitung, Eltern, Beobachtungen, einfach nur ein ruhiges Spiel mit Zeit, Phantasie und viel Gefühl!
  • Fundament der Bildung ist das Wichtigste für die Fachkräfte von morgen
  • Gleiche Bildung für alle – gleiche Chancen – Gleichstellung in der Gesellschaft
  • Mehr Personal!!!
  • Zusammenarbeit zwischen Kitas und Fachschulen
  • Der Senat muss den Vertrag einhalten!!! Das wird auch von uns verlangt!
  • Mehr Personal zum Ausgleich für Vor- und Nachbereitungszeiten
  • Ich arbeite in einer Tagesgroßpflegestelle (8 Kinder / 2 Betreuer). Das sind menschenfreundliche Bedingungen. Das sollte ausgebaut werden. Für die Zukunft unserer Gesellschaft!
  • 7-Stunden-Kita für alle Kinder unbedingt – damit Kinder aller sozialen Gruppen miteinander lernen können
  • Druck einiger Kitaleitungen muss nicht auch noch sein!
  • Sofort Vertretung bei Krankheit
  • Kleinere Gruppen
  • Vor- und Nachbereitungszeit ist sehr wichtig.
  • Wir Erzieher brauchen auch Fachpädagogen für Musik, Bewegung.
  • Es gibt viele ältere Erzieher. Ich selbst möchte nicht mit 67 noch arbeiten müssen; ich möchte meinen Arbeitsplatz neuen Fachkräften zur Verfügung stellen.
  • Gemeinsame Arbeit auf politischer Ebene
  • Ich möchte am Wochenende meine Freizeit genießen und nicht Liegengebliebenes aufarbeiten.
  • Betreuungsschlüssel aufstocken
  • Die Zuständigkeit der Schulen für die Erstklässler ab dem 1. August macht Kinder unglücklich, lässt Eltern verzweifeln und potenziert das finanzielle Sommerloch der Kitas. Zum Ausgleich muss das ganze Jahr über Personal eingespart werden!
  • Kinderbetreuung zur Chefsache machen
  • Gerne zusätzliche Aufgaben – dann aber auch entsprechende Möglichkeiten
  • Angemessene Entlohnung für qualifizierte Leistung!
  • Konventionalstrafe für den Senat!

Übergabe an den Senator

Am 2. April übergaben Vertreter des Kitabündnisses das Konjunkturpaket an die Senatsbildungsverwaltung. Wir dokumentieren hier die Pressemitteilung [14 KB] dazu.