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Kitabündnis fordert mehr Erzieherinnen

Bessere Rahmenbedingungen für Bildungsprogramm

Eine bessere Personalausstattung und einen leichteren Zugang zur Bildungsinstitution Kita fordert das neugegründete Berliner Kitabündnis, das sich am Freitag vorstellte. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Gewerkschaften, Verbänden, Kita-Trägern und Elternvertretungen mit mehr als tausend Unterstützern.
"Der Senat muss deutlich was nachlegen, damit das Berliner Bildungsprogramm, das 2005 verbindlich wurde, tatsächlich umgesetzt werden kann", sagte Klaus Schroeder von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Damit Kitas nicht nur Aufbewahrungsorte, sondern Bildungsinstitutionen werden, müsse der Personalschlüssel verbessert werden. Jede Erzieherin benötige mindestens fünf Stunden pro Woche für Vor- und Nachbereitung, Beobachtung und Dokumentation, Elterngespräche und Weiterbildung. Derzeit sind nur zwei Stunden vorgesehen und die können viele Erzieher nicht von der Kinderbetreuungszeit abknapsen, wie eine Umfrage der GEW zeigte. Also ist mehr Personal nötig, das Bündnis schätzt den Mehrbedarf auf rund tausend Erzieher.
Kita-Leitungen sollten nicht Kinder betreuen sondern sich ausschließlich um ihre Verwaltungsaufgaben kümmern. Spätestens ab hundert Plätzen sei eine Vollzeitstelle notwendig. Außerdem setzt sich das Bündnis dafür ein, dass alle Kinder ab drei Jahren einen Anspruch auf fünf bis sieben Stunden Betreuung ohne Bedarfsprüfung bekommen. Das derzeitige Verfahren sei zu bürokratisch und orientiere sich nur an der Arbeitssituation der Eltern und nicht am Bildungsanspruch des Kindes, heißt es.

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eds
Berliner Zeitung, 09.02.2008